Work and Travel Statistik

15 Jahre Work and Travel: Eine Statistik

Wie viele Backpacker machen jährlich Work and Travel? Wo gehen sie hin und was bringt es ihnen? Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Working-Holiday-Abkommens zwischen Australien und Deutschland sind wir diesen Fragen nachgegangen. Die Antworten darauf haben wir mit Hilfe von aktuellen Ergebnissen verschiedener Studien und Umfragen in der folgenden Statistik zum Working Holiday-Visum zusammengefasst.

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< img src="https://www.travelworks.de/fileadmin/work-and-travel-statistik-oz.jpg" alt="Work and Travel Statistik">      Quelle: TravelWorks

Infos zu Work & Travel und dem Working Holiday-Visum

Work and Travel Australien

Arbeiten und reisen am anderen Ende der Welt. Entdecke den roten Kontinent Australien bei einem Work & Travel-Aufenthalt.

 


*Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem tagesaktuellen Kurs basiert (1 Euro = 1,0884 CHF).

Zahl der Work and Travel-Reisenden recht konstant

Im Jahr 2000 trat das beiderseitige Working Holiday-Visumsabkommen zwischen Australien und Deutschland in Kraft. Auch nach 15 Jahren erfreut sich das Auslandsprogramm großer Beliebtheit bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 31 Jahren. Der Ruf der großen Freiheit lockt noch immer zahlreiche Weltenbummler nach Down Under.

Zwar war 2014/2015 ein leichter Rückgang in der Anzahl der deutschen Visagenehmigungen zu verzeichnen, doch mit mehr als 25.000 ausgestellten Working Holiday-Visa pro Jahr schickt Deutschland seit Jahren einen großen Anteil an Backpackern auf dem 5. Kontinent. Mehr Work and Travel-Teilnehmer stammen nur aus Großbritannien, Taiwan und Südkorea. Damit liegt Australien als Work and Travel-Destination weiterhin vor den ebenfalls beliebten Programmländern Neuseeland und Kanada. Vielleicht ist es der Reiz, möglichst weit weg von zu Hause ins Abenteuer zu starten; in einem Land, das zugleich Paradies und Einsamkeit, aber auch Spannung und eine entspannte Lebensart verspricht.

Männer und Frauen nehmen zu gleichen Teilen am Programm teil. Mehr als die Hälfte der deutschen Work & Traveller ist zwischen 18 und 20 Jahren alt. Damit brechen viele TravelWorker direkt nach dem Schulabschluss Richtung Ausland auf. Die große Mehrheit hat zuvor ihr Abitur gemacht. Was die Herkunft der Backpacker betrifft, entspricht diese in etwa der prozentualen Bevölkerungsverteilung Deutschlands. Ein Großteil der Work & Travel-Reisenden kommen aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Würtemberg und Bayern.

Die Erwartungen an einen Working Holiday-Aufenthalt in Australien sind vielfältig. Im Vordergrund stehen die eigene Persönlichkeitsentwicklung sowie Abenteuer und Spaß. Eine Verbesserung der Englischkenntnisse sowie das Kennenlernen neuer Freunde spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.  

Die Ostküste ist die beliebteste Reiseregion

Knapp die Hälfte der deutschen Work and Travel-Teilnehmer betritt in der australischen Metropole Sydney erstmals australischen Boden. Die Hauptstadt Victorias, Melbourne, liegt auf Platz 2 der Startorte. Weiter abgeschlagen folgen Brisbane in Queensland und Perth an der Westküste.

Die Startorte geben ebenso Aufschluss über das Reiseverhalten der Backpacker. Von Sydney oder Melbourne aus reist fast jeder TravelWorker entlang der Ostküste, sei es der Attraktionen oder der Arbeit wegen. Zwei von drei Backpackern erkundet ebenso den Süden des Landes, während nur noch jeder Dritte an die Westküste oder in den tropischen Norden bzw. ins Outback reist. Der Uluru dürfte hier wohl der größte Besuchermagnet sein. Weniger im To-Do-Fokus steht Tasmanien. Nur jeder zehnte Work and Traveller besucht die Insel im Süden des Kontinents.

Work and Travel-Teilnehmer legen ihre Reiseroute zumeist spontan statt bis ins kleinste Detail durchgeplant fest - je nachdem, wo der Job oder das Wetter sie hinführt. Dabei reist ein Viertel von ihnen allein, etwas weniger als die Hälfte zu Zweit. Der Reisegefährte ist in der Regel ein Freund aus Deutschland.

Work and Travel-Reisende kombinieren Reisen mit Arbeit

Für Teilnehmer am Working Holiday-Programm ist ein Startkapital von 5.000 AU$ verbindlich, um finanzielle Engpässe auszugleichen und das Abenteuer entspannt anzugehen. Da Australien ein vergleichsweise teures Reiseland ist und das Vergnügen nicht zu kurz kommen soll, suchen sich drei von vier Travelworker vor Ort einen Job. Farm- oder Erntearbeit sind die favorisierten, da klassischen Backpackerjobs. Ebenso beliebt und nachgefragt sind Jobs in der Gastronomie, als Au Pair oder im Reinigungsbereich.

Neben dem Verdienst sind vor allem das Sammeln von Erfahrungen sowie das Kennenlernen von Land und Leuten die Motive deutscher Reisender, arbeiten zu gehen. Der Job selbst findet sich auf verschiedensten Wegen: Jeder zweite Backpacker entscheidet sich für die persönliche Vorsprache und/oder für die Suche über Jobportale. Ein Viertel der Work and Travel-Reisenden findet den Job durch Empfehlungen anderer Backpacker oder über Aushänge im Hostel. Weitere Alternativen sind Working Hostels oder Jobagenturen.

Was die deutschen Backpacker in Australien verdienen, geben sie in der Regel vor Ort auch wieder aus. Knapp die Hälfte des Geldes entfällt allein für die Verpflegung & Unterkunft, dicht gefolgt von den Kosten für Flüge sowie Sightseeing und andere touristische Angebote.    

Work and Travel: Die große Freiheit

„Als wir damals unser Reisepaket "Work&Travel Australien" erstmals angeboten haben, wurden wir praktisch überrannt,“ so TravelWorks-Geschäftsführerin Tanja Brandt, die selber für ein Jahr in Australien Work&Travel gemacht hat. „Die Möglichkeit, sich einen so ausgiebigen Australienaufenthalt durch Jobben vor Ort zu finanzieren, war eben ganz neu.“ Die Begeisterung für diese besondere Reiseform ist inzwischen wie ein Lauffeuer durch die Republik gegangen, und die Zahl der Abenteuerlustigen, die zu einem Working Holiday aufbrechen, reißt auch im 15-jährigem Jubiläumsjahr nicht ab.


Work and Travel ist kein detailliert geplanter Auslandsaufenthalt wie etwa ein Sprachkurs oder ein High School-Schüleraustausch. Einen vorgefertigten Ablauf geschweige denn regulären Alltag vor Ort gibt es bei einem Working Holiday-Programm nicht. Stattdessen stehen Individualität, Flexibilität und Freiheitsdrang im Vordergrund. Für die Einen ist es die Auszeit vor dem Ernst des Lebens, für die Anderen ein wichtiger Schritt der persönlichen Entwicklung. Was am Ende des Work and Travel-Aufenthaltes in Australien bleibt, ist ein gefestigter Charakter, sichere Sprachkenntnisse, neue Freunde und ein Schatz voller Erfahrungswerte, aus dem der Backpacker ein Leben lang zehrt.