Schulsystem Spanien

Das Schulsystem in Spanien

Das Schulsystem in Spanien unterscheidet sich stark von dem System in Deutschland, ähnelt aber dem französischen System. Es besteht eine zehnjährige Schulpflicht für alle Kinder zwischen sechs und 16 Jahren. Trotz der kostenlosen staatlichen Schulen besuchen rund 30% der Kinder eine Privatschule, meist eine Einrichtung der katholischen Kirche.

Ausbildungssystem in Spanien: Schule und Bildung

Im spanischen Schulsystem ist eine generelle gymnasiale Ausbildung bis zum „Bachillerato“, das dem deutschen Abitur entspricht, vorgesehen.

Das Schulsystem gliedert sich in Spanien wie folgt:

  • Educación Prescolar
  • Educación Primaria
  • Educación Secundaria Obligatoria (ESO)
  • Ciclo Formativo / Bachillerato

Das Schulsystem in Spanien im Überblick

Mit sechs Jahren beginnt die schulische Erziehung in Spanien. An allen Schulen gibt es ganz normale Klassenverbände und Pflichtfächer, dazu zählt bereits in der Grundschule eine Fremdsprache.

Die Schulzeit ist in Spanien in drei Ciclos unterteilt, wobei immer zwei Schuljahre ("Cursos") zu einem Ciclo zusammengefasst werden. Innerhab eines Ciclos kann ein Schüler nicht sitzen bleiben. Erfüllt ein Schüler nach zwei Jahren jedoch nicht die angeforderten Leistungen, muss das letzte Schuljahr wiederholt werden.

Das Schulsystem in Spanien schreibt vor, dass die Schüler in zehn bis zwölf Fächern unterrichtet werden, dabei bestehen nur sehr geringe Wahlmöglichkeiten. Je nach Schule kann eine weitere Fremdsprache – Spanisch und Englisch sind Pflicht – gewählt oder auch ein Computerkurs belegt werden.

In Spanien besteht vom siebten bis zum 16. Lebensjahr Schulpflicht. Egal in welcher Klassenstufe du bist, der Unterricht findet wie in Deutschland auch von Montag bis Freitag statt. Allerdings ist der Schultag etwas länger als bei uns. Er beginnt in der Regel um 8.30Uhr, und endet um etwa 17Uhr. Das klingt zwar sehr lang, dafür gibt es aber eine Mittagspause von 12.30 bis 15.00 Uhr. In dieser Zeit kannst du in der Schulkantine essen gehen. Des Weiteren werden von der Schule diverse Freizeitaktivitäten angeboten, wie zum Beispiel Sport, Theater oder Musikkurse.

Wer in eines der zwei zum Bachillerato führenden Jahre eingestuft wird (Alter der Schüler: 16-18 Jahre), muss sich für einen der folgenden Unterrichtsschwerpunkte entscheiden:

  • Naturwissenschaften,
  • Geistes- und Sozialwissenschaften,
  • Kunst oder
  • Technik

Nicht jede Schule bietet alle vier, zumindest aber die ersten beiden genannten, Schwerpunkte an. Ansonsten sind die Fächer in Spanien ähnlich wie an deutschen Schulen. Mit der Ausnahme, dass es Pflicht ist mehr als eine Fremdsprache zu belegen.

In Spanien gibt es ein Notensystem von 0 bis 10 Punkten. Wobei 0 die schlechteste und 10 die beste Note ist. Das System unterteilt sich wie folgt:

  • 10: Matricula de Honor „Ehrennote“
  • 9-10: Sobresaliente „ausgezeichnet“
  • 7-8: Notable „bemerkenswert“
  • 6-7: Bien „gut“
  • 5-6: Suficiente „ausreichend“
  • 3-5: Insuficiente „ungenügend“
  • 0-3: Muy deficiente „sehr mangelhaft“

Alles über 5 ist Aprobado, also „bestanden“. Alles darunter ist Suspendido , und somit „nicht bestanden“.

Die 10 ist eine eins mit Auszeichnung. Dies kommt sehr selten vor, und wird daher nur für herausragende Leistung erteilt. Aus diesem Grund führt sie an Universitäten in Spanien zur Rückerstattung der für den Kurs bezahlten Studiengebühren.

Der berufsbildende Weg, Ciclo Formativo, kann anstelle des Bachillerato belegt werden. Er dient zur Ausbildung für alle typischen Lehrberufe und findet in speziellen Ausbildungszentren, die unseren Berufsschulen gleichen, statt. Die Ausbildung ist zum Teil landesweit vorgeschrieben. Zu diesem Schulweg zählt die theoretische Schulausbildung. Danach werden die praktischen Erfahrungen in der Regel in einem Praktikum von durchschnittlich 200 Stunden erworben. Die entsprechenden Verträge werden zwischen den Ausbildungszentren und den Firmen abgeschlossen.

Für den Ciclo Formativo gibt es zwei unterschiedliche Stufen: den „Ciclo Formativo de Grado Medio (CFGM)“, die Basis der Berufsausbildung, und der „Ciclo Formativo de Grado Superior (CFGS)“, die Höhere Berufsausbildung. Bei erfolgreichem Abschluss erreicht man den Titel „Técnico“ oder „Técnico Auxiliar“, welcher mit  dem deutschen Techniker vergleichbar ist. Anschließend kann man den „Técnico Superior“, ähnlich zum deutschen Meister, erreichen. Dieser bietet die Möglichkeit zu einem Studium im gleichen Fachgebiet. In Spanien sind dreißig Prozent der Studienplätze für Berufsbildende Zweige reserviert.

Das Bachillerato oder título de Bachiller ist ein Titel, der in Spanien nach erfolgreichem Ablegen der Prüfung Prueba general de bachillerato erlangt wird. Im Unterschied zu Deutschland gibt es für den Bachillerato keine gesonderte Abschlussprüfung, sondern es ist die Zusammenfassung der letzten Zeugnisse. Aus diesem Grund gibt es an den Universitäten noch Zulassungsprüfungen. Mit dem Bachillerato erhalten die Schülerinnen und Schüler Zugang zu den Hochschulzulassungsprüfungen (Pruebas de Acceso a la Universidad, im Volksmund selectividad genannt). Erst das Bestehen dieser Zulassungsprüfung stellt das Äquivalent zum Abitur beziehungsweise zur Matura dar.

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*Die Rechnung wird in Euro gestellt. Der angegebene Preis in Schweizer Franken ist ein Referenzpreis, der auf dem tagesaktuellen Kurs basiert (1 Euro = 1,0854 CHF).